Wir sammeln Berliner Cafés in Bild & Text

Neukölln

Eine grüne Oase in Neukölln – Roamers Café

1. Juli 2017
Schoko Muffin mit Cappuccino im Café Roamers

Wo es hipper ist als man es aus Mitte kennt – das Café Roamers

Neukölln ist bekannt für die unflätigste Berliner Schnauze, für mehr exotische Sprachen als Obstsorten im Supermarkt, für Preisschilder in Türkischen Lira und für die Gentrifizierung, die aus allen Ecken sprießt (auch wenn sich Punkt 1, 2 und 3 noch so sehr dagegen wehren). Aber nicht für idyllische grüne Oasen next to the Kopfsteinpflastersteppe. Das Café Roamers ist so eine kleine grüne Oase, die gehütet wird wie der geheime Comenius-Garten (unbedingt besuchen, wenn ihr einmal in Neukölln seid!). An diesem Wochenende pilgern wir nun nach Neukölln, um uns (für euch) ein Bild vom gepflegten Bretter- und Holzkistencharme des Cafés zu machen.

Aussenansicht Café Roamers
Zwischen Grafitti, Spätis und Mehrfamilienhäusern breitet sich das Café Roamers im Sommer auf dem Gehsteig aus.

Als wir das Roamers betreten wollen, kommen wir eigentlich gar nicht rein. Wir schauen bloß (neidvoll) von der Tür aus in eine mit Menschen, Pflanzen und reichhaltigem Kuchenbuffet vollgestopfte Holzkiste. Eine Kellnerin zwängt sich durch den engen Raum trägt mit Puderzucker garnierte Köstlichkeiten an uns vorbei. Das ist im Roamers sozusagen der Dauerzustand, dem in den Sommermonaten mit einer Ausdehnung des kleinen Garten Eden mit Kisten und Bänken auf den breiten Gehweg abgeholfen wird.

Zitronenkuchen im Café Roamers
Gut kombiniert: Lavendel, Puderzucker oder Rosmarin veredeln die Süßspeisen im Café Roamers

In Roamers Café sind selbst Schokoladenmuffins eine kleine Offenbarung

Das Ergattern der eigenen Kiste ist eine Frage der Zeit (der Ellenbogen und der subtilen Kunst, andere Café-Besucher wegzuekeln). Weitestgehend friedlich haben wir es schließlich geschafft (neeein, natürlich haben wir niemanden rausgeekelt;) ). Erschöpft, aber größtenteils stolz warten wir dann auf Cappuccino, Schokoladenmuffin und selbstgebrautes Gingerbeer (alkoholfrei). Speisen und Getränke sind mit massig Puderzucker bestreut, mit Müsli garniert und Kräutern wie Thymian und Minze verziert. Getränke und Limonaden werden frech in Einmachgläsern serviert.

Ein gelbes Moped vor dem Café Roamers

Laissez-faire in Neukölln

Das Café Roamers vereint (bisher vermutlich ziemlich einzigartig in Neukölln) moderne Kulinarik, mit hippen Mitte-Charme (dass der Kellner deutsch versteht ist auch eher ein Glücksfall – mit englisch seid ihr auf der sicheren Seite und wundert euch nicht über die Mittepreise) im lässigen Neukölln. Schaut auf jeden Fall mal vorbei, wenn ihr mal etwas Neues ausprobieren wollt!

Zur begrünten Website hier entlang. Hier gibt es schöne Fotos und Bilder der Gerichte für Neugierige.

Das Wichtigste in Kürze:

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9.30 – 19 Uhr
Sa + So 10 – 19 Uhr

Adresse:
Pannierstrasse 64, 12043 Berlin

Kategorie Bewertung
WLAN Nein.
Cappuccino 3,00 € Recht teuer für die Ecke.
Wartezeit Sehr aufmerksam, aber viel los. (2 aus 5)
Kartenzahlung
Arbeitsplatzgeeignet Sehr kleine Tische und wenig Platz.
Mehrsprachiges Personal Hautsprache scheint Englisch zu sein.
Toilette (3 aus 5)

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